Wem der Thüringer Wald und thüringische Tradition zum Erlebnis werden soll, der befindet sich am Rennsteig auf dem richtigen Weg. Nahe Hörschel bei Eisenach beginnt dieser sagenumwobene Wanderweg- hinauf zum Inselsberg und weiter über den Großen Beerberg, Neustadt, Masserberg, Lauscha und Neuhaus bis nach Ernstthal.
Dort versinkt er nach ca. 168 km Länge.

Lassen Sie uns nun ein kleines Stück den Rennsteig entlang ziehen,
entlang an den Ortschaften, die an der Bahnlinie liegen.

Ilmenau

Erstmals im Jahre 1237 wird die Stadt anhand von Aufzeichnungen erwähnt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wird Ilmenau als Stadt befestigt. Zu dieser Zeit lag die Stadt an dem wichtigsten Handelsweg von Magdeburg über Erfurt nach Nürnberg.
Ilmenau weckt mit seinem Blick vom Kickelhahnturm auf Stützerbach, Ilmenau, das Goethehäuschen, den Großen Hermannstein und das Jagdschloss Gabelbach sofort die Gedanken an einen großen Dichter: Johann Wolfgang Goethe. Den häufigen Besuchen des Dichters, der sowohl die Stadt als auch die Gegend liebte, verdanken die heutigen Bewohner und Besucher Ilmenaus eine Vielzahl an Gedenkstätten und einige seiner schönsten Gedichte.


Kickelhahnturm Ilmenau


Goethehaus mit Glasmuseum

Stützerbach

Stützerbach verdankt seine erste Blüte, wie auch Ilmenau, der Glasindustrie auf dem Thüringer Wald. Der Ort ist außerdem als anerkannter Kur- und Erholungsort, aufgrund seiner Kneippkuren bekannt.
Sehenswert ist hier allemal die Dorfkirche, ein Barockbau aus dem 18. Jh.. In der Sebastian-Kneipp-Straße befindet sich das Goethehaus mit Glasmuseum.

Schmiedefeld

Schmiedefeld entwickelte sich wie die anderen Ortschaften dieser Gebirgshöhen zu einem Luftkurort. Voraussetzung für die Ansiedlung der Bevölkerung waren die Erzlagerstätten. Mitte des 17. Jh. zog hier ebenfalls die Glasindustrie ein, die einen wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes zur Folge hatte.
Ebenso ist hier der Wintersport zu Hause. Einen Namen hat sich Schmiedefeld gleichwohl als Zielort des größten Cross-Laufes Europas, dem GutsMuths-Rennsteiglauf gemacht.

Frauenwald

Frauenwald ist die älteste Ortschaft entlang des Rennsteiges. Das von weiten Fichten- und Buchenwäldern umgebene Frauenwald erlangte vor allem durch seine Spezialindustrie für Glasinstrumente und als Urlaubs- und Ferienziel weitreichende Bekanntheit. Der Ort entstand aus der Ansiedlung von Nonnen, deren Kloster "Zu den Frauen auf dem Walde" hieß, woraus der Name Frauenwald entstand.

Schleusingen

Schleusingen wurde 1232 erstmals erwähnt. Die bekannte Bertholdsburg war die ehem. Residenz der Grafen von Henneberg. Mit der Errichtung des Glaswerkes begann 1853 die Industrialisierung. Hinzu kam noch eine Porzellanfabrik (1863), zwei Glasinstrumentefabriken (1869), eine Papierfabrik, das Sägewerk und zwei Brauereien.
Im späten 19.Jh. begann die Entwicklung der Stadt zum Erholungsort.


Die Bertholdsburg



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