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Die Vorgeschichte
zur Bahnstrecke
Die Entstehung
der Bahnstrecke geht bis in das Jahr 1862 zurück. Nachdem
der Stützerbacher Theodor Kühne die Glasindustrie, v.
a. aber die Verarbeitung von Glas an der Lampe einführte,
entstanden weitere Fabriken und 1894 im Fraubachtal eine Glashütte.
Um mit anderen Standorten konkurrieren zu können, brauchte
die Glasindustrie dringend eine leistungsfähige Verkehrsanbindung
und die konnte damals nur die Eisenbahn vermitteln. Bereits seit
1879 war Ilmenau mit der Bahnlinie über Arnstadt und Erfurt
verbunden. Das südlich gelegene Schleusingen besaß
1888 gleichermaßen einen Eisenbahnanschluss nach Themar.
Wollten die Schleusinger nun die Regierungshauptstadt Erfurt erreichen,
mussten sie eine halbe Weltreise unternehmen. So setzte sich
der 1891 in Schleusingen neu gewählte Bürgermeister
Baecker für eine Eisenbahnstrecke nach Ilmenau ein.
Das war keine leichte Aufgabe, denn der enorme Höhenunterschied
zwischen den beiden Städten über den Rennsteig musste
überwunden werden.
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Partie an
der Zahnradbahnstrecke Schmiedefeld - Stützerbach
Die
geplante Linienführung wäre hinter Stützerbach
am Fuße der späteren Steilstrecke in das Gläsertal
abgeschwenkt, um in einer starken Steigung Allzunah zu erreichen.
Von da sollte sie direkt nach Schmiedefeld verlaufen und wieder
auf die ursprüngliche Streckenführung treffen. Abgesehen
von der Mehrkosten durch die längere Linienführung
scheiterte das Vorhaben daran, dass aufgrund der großen
Armut die Einwohner Allzunahs nicht bereit waren, Grund und
Boden für die Bahn kostenfrei abzutreten.
So blieb Frauenwald vorerst ohne Eisenbahnanschluss.
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Bahnhof Rennsteig
(Spitzkehre) mit Zahnradbetrieb
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Die Entstehung
des Bahnhof Rennsteig
Die Preußische
Staatsbahn nahm also am 1. April 1903 den Bau der ersten Zahnradstrecke
in Angriff. Sie überquerte das Gebirge fünf Kilometer
von Frauenwald entfernt zwischen den Stationen Stützerbach
und Schmiedefeld, wo am Scheitelpunkt der Senke mitten im Wald
der Bahnhof Rennsteig entstand.
Auf dem Terrain entstand 1913 der Kleinbahnhof. Bis 1928 endeten
drei Gleise stumpf. Auf dem Ein- und Ausfahrt Gleis ging es rechts
hinab nach Stützerbach-Ilmenau und links hinab nach Schmiedefeld.
(Blick: würde man direkt im Bahnhof stehen, mit dem Gebäude
hinter sich.)
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Die
technische Besonderheit der Bahn
Nach dem damaligen
Stand der Technik waren nur Zahnradlokomotiven in der Lage, diese
Strecke zu bewältigen. In den Steilstreckenabschnitten war
das Gleis mit einer zweilamelligen Zahnstange (System des Schweizer
Eisenbahn-Ing. Roman Abt) ausgerüstet. Die Zahnradloks
(preußische Gattung T 26) griffen mit ihren Triebzahnrädern
in diese Zahnstange ein und bewegten den Zug bergauf mit einer
max. Geschwindigkeit von 15 km/ h. Bergab dienten sie zum sicheren
Abbremsen. Wegen der Sicherheit und doch recht schwachen Kupplung
befand sich die Maschine stets unterhalb des Zuges, schob ihn
berauf. Um die Überdeckung der Feuerbüchse mit Wasser
auch auf der Steilstrecke zu gewährleisten, besagte die Vorschrift,
daß die Rauchkammer der Lok immer bergauf gerichtet sein
muss. Wegen dieser betriebliche Besonderheit erhielt der
Bahnhof Rennsteig die Form einer Spitzkehre.
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Triebwerk für
Steilstrecken der 94 1292
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