|
Die T 26
Zur
Betriebseröffnung standen vier Loks der Gattung pr T 26 zur
Verfügung (Lok "Erfurt 9001, 9002, 9004 und 9005")
Als sich um 1900 zum Bau einer Zahnradstrecke entschlossen wurde,
wurde die erste preußische Zahnradlokomotive der Gattung
T 26 entwickelt.
Als Vorbild diente die schon 1885 gebaute C 1- Vierzylindernassdampflok
der HBE. Die Serienloks wurden in der Folge von Borsig gebaut.
1920 erhielt man erstmals die von Borsig gebaute T 20. Diese war
in der Lage, alle preußischen Zahnradstrecken auch in Adhäsionsbetrieb
zu überwinden.
So wurden die T 26, die 1925 die Betriebsnummer 97 001-030
erhielten, bis 1931ausgemustert.
Die T 26 bewältigte seinerzeit den gesamten Betrieb auf der
Steilstrecke. Mit Beginn der 20er Jahre konnte sie leistungsmäßig
die Forderungen nicht mehr befriedigen.
|
"Die Bahn kommt." Damals hieß
es noch: "Ich komme!"
|
|
Die T 28
Borsig
konzipierte eine 1' d 1' - Zahnradlok, die T 28. Die erste Lok
wurde 1921 geliefert und auf der Strecke Ilmenau-Schleusingen
erprobt und als "Erfurt 9101" eingereiht.
Da die T 28 keine wesentlichen Vorteile gegenüber der T 26
erwarten ließ, wurde sie nicht weitergebaut und man suchte
in der T 20 eine Alternative. Von der T 20 wurden von 1920 bis
1924 45 Maschinen ausgeliefert, die als BR 95 eingereiht wurden.
Nach 1966 wurde eine Umstellung auf Ölhauptfeuerung durchgeführt.
Die erzielbare Leistungssteigerung der T 20 war beeindruckend.
Im Vergleich zur T 26 schaffte diese nur 130 t mit einer Geschwindigkeit
von 8 km/ h. Die T 20 jedoch bewältigte die Steilstrecke
mit 250 t bei 20 km/ h.
Ihr hoher Achsdruck von 19 Mp verbot aber den Einsatz auf dieser
Strecke, da der vorhandene Oberbau nur 15 Mp zuließ und
ein Umbau zunächst nicht möglich war.
|
Die "Rennsteighirsche"
1928 wurde
der Zahradbetrieb eingestellt und bald verschwanden die Zahnstangen
als letztes Relikt einer interssanten Betriebsform. Die "Rennsteighirsche",
die 94' er, übernahmen nun den gesamten Dienst auf der Steilstrecke.
Da ihr Eisatzgebiet lange Gefällestrecken enthielt, waren
sie mit Riggenbach-Gegendruckbremsen ausgerüstet.
Fast ein halbes Jahrhundert war die BR 94. 5 - 10 zwischen Ilmenau
und Schleusingen im Einsatz. Anfang der 70' iger Jahre, im Zuge
des Traktionswechsels, wurde sie durch die BR 118. 2 - 4 ersetzt
und schied mit dem Winterfahrplan 1973/ 74 vollständig aus
dem Betriebsdienst aus.
|
|

Die Zahnradbahn
auf der Strecke zwischen Schleusingen und Ilmenau
|
Baureihe
118
Diese Loks
mit zweiachsigem Drehgestell gingen aus der BR V 180 hervor und
wurden 1965 getestet. Der hohe Bedarf an starken Dieselloks mit
geringem Achsdruck für den Nebendienst führte zur sechsachsigen
Variante der BR 118. Gegenüber Dampfloks zeichnen sie sich
u. a. durch hohe Wirtschaftlichkeit aus.
Die BR
78, die BR 65 und die BR 94
Die Lokbaureihe
78, förderte die Züge von Erfurt kommend bis Ilmenau
oder Stützerbach.
Die geringe Streckengeschwindigkeit der BR 94 ließ den Einsatz
bis Arnstadt oder Erfurt nicht zu. Die BR 78 wurde um 1960 von
der BR 65 abgelöst, die bis etwa 1975 im Einsatz war.
|
|
Die T 16/1
Man fand einen
Ersatz für die T 20 in der schon wesentlich älteren
T 16. Sie wurden ab 1914 hergestellt und für schweren Rangierdienst
konzipiert. Sie ging aus der Gattung T 16 hervor und hatte neben
einer konstruktiven Verbesserung eine um 8 t höhere Leermasse
und vergrößerte Vorräte. Die T 16/1 erwies sich
als vielseitiges Triebfahrzeug.
|
Personenwagen
und "Donnerbüchsen"
Hierzu
zählen die Züge der Zahnradbahn mit zweiachsigen Personenwagen
preußischer Bauart mit Oberlichtaufbau. Die Züge
führten damals die 2., 3. und 4. Klasse. Mitte der 20er Jahre kamen Einheitspersonenwagen 2. und 3. Klasse auf
die Strecke, die bekannten "Donnerbüchsen".
Mitte der 60er Jahre wurden die Einheitspersonenwagen von
modernen Zuggarnituren abgelöst. Eine für die Strecke
typische Kombination aus einem zweiteiligem Doppelstockzug und
einem vierachsigem Reisezugwagen kam auf.
|